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Geschichte:
In Großbritannien lebten bereits im Mittelalter Spaniels verschiedener
Ausführung. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erwähnt der englische
Dichter Geoffrey Chaucer die Spaniel lobend und bereits im Jahr 1570
schreibt der Gelehrte Johannes Caius vom "Springer". Zunächst wurden
diese Hunde für die Jagd mit Falken und Netz eingesetzt. Ihre Aufgabe
war es, das Federwild aufzustöbern oder auffliegen (englisch: to
spring) zu lassen. Nach der Erfindung des Gewehres mußten die Hunde
zusätzlich das angeschossene Wild apportieren.
Ab 1800 trennten sich die Springer Spaniel in
verschiedene Schläge. Der Norfolk Spaniel soll der direkte Vorfahre
des heutigen English Springer Spaniel sein, und unter diesem Namen ist
er 1900 erstmals auf einer Hundeausstellung zum ersten Mal erschienen.
Im Jahr 1902 wurde der English Springer Spaniel in England offiziell
anerkannt. Aber in den USA war er schon vorher bekannt. Erst durch die
Einführung von Wettkämpfen wie den Feldtrials brachte dem English
Springer Spaniel den eigentlich Erfolg.
In Großbritannien ist der English Springer Spaniel
nicht nur als Jagd-, sondern auch als Begleit- und Familienhund sehr
beliebt. Anfang der 90er Jahre stieg die Nachfrage nach
English-Springer-Spaniel-Welpen auch bei uns stark an.
Wesen, Haltung:
Der English Springer Spaniel ist nicht eigensinnig, versteht sofort
die Befehle seines Herrchens. Natürlich hat er das nicht in die Wiege
gelegt bekommen. Auch er braucht eine konsequente und liebevolle
Erziehung, um die Anweisungen seines Besitzers zu seiner Zufriedenheit
erfüllen zu können. Er tobt sich gerne aus, und das am liebsten im
Garten, auf einem ausgedehnten Spaziergang oder bei Übungen. Als
Begleithund oder als Rettungshund eignet er sich sehr gut. Er besitzt
eine großartige Ausdauer. Der English Springer Spaniel kann wegen
seiner Lern- und Anpassungsfähigkeit auch einem Anfänger anvertraut
werden. Er ist ein anhänglicher Begleiter und treuer Freund und ein
wunderbarer Kamerad für Kinder. Wenn Kinder in der Nähe sind, dann
zügelt der Hund sein Temperament und ist zärtlich und geduldig mit den
Kindern. Im Sommer geht er mit den Kindern im See baden. Nichts macht
einen English Springer Spaniel glücklicher als ein Leben mit Kindern.
Für Jogger eignet sich dieser Hund auch. Unermüdlich
begleitet er sein Herrchen oder Frauchen beim täglichen Joggen. Weder
Wind noch Regen halten ihn davon ab, sich an Herrchens Sohlen zu
heften. Da er so ein großes Bewegungsbedürfnis hat, ist ein Haus mit
Garten am idealsten für die Haltung eines English Springer Spaniels.
Dort kann er sich austoben und seinem Naturell nachgehen und in jeder
Ecke seines Reviers stöbern, aber im Haus ist er sehr vorsichtig und
ruhig.
Ernährung, Pflege:
Sein Fressen bekommt der English Springer Spaniel am besten in einem
hohen Napf, damit die langen Schlappohren nicht ins Futter oder Wasser
hängen. Das Fell muß regelmäßig und sorgfältig gekämmt werden und
besonders nach jedem Ausflug sollte der Hund sorgfältig auf Zecken
usw. untersucht werden. Baden sollte man ihn nicht allzu oft, denn
sonst verliert sein Fell die nötige Fettschicht um Wasser von der Haut
fernzuhalten und der Hund friert.
Widerristhöhe: ca. 51 cm für beide Geschlechter.
Gewicht: ca. 23 kg für beide Geschlechter.
Farbe: braun-weiß, schwarz-weiß oder eine dieser
Fellfarben mit Lohabzeichen.
Durchschnittliche Lebenserwartung: Zwischen 12 und 14
Jahren
Der Standart des
Englisch Springer Spaniel
Allgemeines Erscheinungsbild:
Symmetrisch gebaut, kompakt, kräftig, fröhlich lebhaft. Von allen
britischen Landspaniels am höchsten auf den Läufen und am rassigsten
im Körperbau.
Kurzer geschichtlicher Abriss:
Die Rasse ist alten und reinen Ursprungs, älteste der Gundog-Rassen.
Ursprünglicher Zweck war das Finden und Aufjagen des Wildes bei der
Netzjagd, der Jagd mit dem Falken oder dem Greyhound. Wird jetzt
gebraucht, um Wild zu finden, hochzumachen und nach Schuss zu
apportieren.
Verwendung: Stöber- und
Apportierhund.
Klassifikation FCI: Gruppe
8: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde. Sektion 2: Stöberhunde.
Mit Arbeitsprüfung.
Verhalten/Charakter (Wesen):
Freundlich, unbekümmert, gehorsam. Ängstlichkeit oder Aggressivität
höchst unerwünscht.
Kopf und Schädel: Schädel
von mittlerer Länge, verhältnismäßig breit, leicht gerundet, vom Fang
an ansteigend. Augenbrauenwülste oder einen Stopp bildend, geteilt
durch eine Furche zwischen den Augen, von der Stirne zum
Hinterhauptbein auslaufend; letzteres darf nicht hervortreten.
Backenpartie flach. Nasenlöcher gut entwickelt. Fang im richtigen
Längenverhältnis zum Schädel, verhältnismäßig breit und tief, gut
gemeißelt unter den Augen. Lefzen mäßig tief und quadratisch.
Augen: Mittlere Größe,
mandelförmig, nicht hervorstehend oder tiefliegend, gut eingesetzt
(keine Nickhaut zeigend), wachsamer, freundlicher Ausdruck.
Dunkelhaselnussbraun. Helle Augen unerwünscht.
Behang: Lappig, gute Länge
und Breite, ziemlich gut am Kopf anliegend, in Augenhöhe angesetzt.
Schön befedert.
Gebiss: Kräftige Kiefer
mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss,
wobei die oberen Schneidezähne ohne Zwischenraum über die unteren
greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Hals: Gute Länge, kräftig
und muskulös, keine lose Kehlhaut, leicht gebogen, sich zum Kopf hin
verjüngend.
Rute: Niedrig angesetzt,
niemals über der Rückenlinie getragen. Gut befedert, lebhaft bewegt.
Herkömmlicherweise kupiert.
Gebäude: Kräftig, weder zu
lang noch zu kurz. Tiefer Brustkorb, gut entwickelt. Gute
Rippenwölbung. Lende muskulös, kräftig, leicht gewölbt und kurz.
Vorderhand: Vorderläufe
gerade, von guter Knochenstärke. Schräg und gut zurückliegende
Schultern. Ellbogen gut am Gebäude anliegend. Starker, biegsamer
Vordermittelfuß.
Hinterhand: Hinterläufe
gut herabgelassen. Knie- und Sprunggelenke gut, aber nicht übertrieben
gewinkelt. Oberschenkel breit, muskulös und gut entwickelt. Plumpe
Sprunggelenke unerwünscht.
Pfoten: Geschlossen,
kompakt, gut gerundet, mit starken, gepolsterten Ballen.
Gangwerk/Bewegung: Von
völlig anderer Art. Vorderläufe schwingen gerade aus der Schulter
heraus, wobei die Pfoten in einer freien, leichten Art gut nach vorne
geworfen werden. Hinterläufe treten gut unter das Gebäude, der Vorhand
in einer Linie folgend. Bei langsamer Gangart kann er den für diese
Rasse typischen Paßgang zeigen.
Haarkleid: Dicht, glatt
und wasserresistent, niemals grob. Mäßige Befederung am Behang,
Vorderläufen, Gebäude und Hinterhand.
Farbe: Leberbraun/Weiß,
Schwarz/Weiß oder jede dieser Farben mit Loh-Abzeichen.
Größe: Ungefähre Höhe: 51
cm
Fehler: Jede Abweichung
von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen
soll.
Anmerkungen: Rüden sollten
zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich
vollständig im Hodensack befinden.
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